What to do mit Telefon-Werbefritzen?
Noch passiert es ja nicht so oft wie in den USA, was ich dort leidvoll selbst erfahren durfte. Aber es gibt sie auch im alten Europa: die Telefon-Marketing-Ich-will-Dir-was-verkaufen-Menschen.
Grundsätzlich ist dazu ja zu sagen, daß für diese Menschen Zeit Geld ist. Sie haben irgendwoher einen Datenbestand von eventuellen Kunden "erworben" und telefonieren diese nun der Reihe nach ab. Je mehr Zeit sie bei einem einzigen Telefonat verbrauchen, desto weniger Leute können sie belästigen.
Deshalb:
- Die komplette Story anhören. Nachfragen stellen. Das zieht das Gespräch in die Länge.
- Am Ende der Geschichte nachfragen, von wo der Mensch die Daten (Telefon-Nummer, Namen, Adresse, etc.) hat.
- Den Typen (oder die Typin) unmißverständlich auffordern, alle Daten komplett aus deren Datenbestand zu entfernen.
Bei akutem Zeit- oder Lustmangel, kann wahlweise auch gleich bei Punkt 2 begonnen werden.
27.11.2003 · am späten Nachmittag · Dosenfleisch
6 Kommentare

Schnitzelsemmel schrieb am 27.11.2003 um 17:54 Uhr:
Bei akutem Zeit- und Lustmangel kann man auch einfach den Hörer danebenlegen und alle paar Minuten nachsehen, ob der Quälgeist seine Story noch erzählt.

Wolfgang schrieb am 27.11.2003 um 18:54 Uhr:
Also ich pflaum' die immer gern an (z.B. die Verena Irgendwers mit der Unseriosität ihrer Finanzdienstleistungen konfrontieren). Das befreit, Frust wird abgeladen, der sonst vielleicht Mitmenschen träfe. Tele-Marketing ist somit vielleicht auch ein Stück Therapie, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden muss

Pepino schrieb am 27.11.2003 um 19:04 Uhr:
hööö, bring die fiesen Tüpen doch nicht noch auf dumme Gedanken: nicht daß die dann auch noch was von den Krankenkassen bekommen, wenn man seinen Unmut an ihnen auslässt...


Martin schrieb am 27.11.2003 um 19:17 Uhr:
Mich hatten schon paar Mal solche Lottofritzen auf'm Handy angerufen. Schön dass ich dafür Geld kriege

Stephan schrieb am 27.11.2003 um 19:19 Uhr:
Also ich krieg immer nur Anrufe von komischen Lottoleuten. Früher habe ich dann immer gesagt: "Neee, Lotto spiel ich nicht, Prinzipien und so, hab kein Geld mitzuspielen, blablabla". Dann habe ich die ideale Lösung gefunden, ich sag jetzt immer, dass ich so stinkreich bin, dass ich das Geld bei bestem Willen eh nicht ausgeben kann solange ich lebe. Das nimmt kräftig den Wind aus den Segeln

Pepino schrieb am 27.11.2003 um 19:27 Uhr:
@Stefan: okay, ich gebe zu, diese Idee ist nach dem Entfernen der eigenen Daten aus deren Datenbestand dann Das Sahnehäubchen auf der Aktion

Kommentar hinzufügen
Thematisch dazu passend:
- Marketing-Fritzen-Long-Version-Telefoning (3 Kommentare)
- Eine kurze Geschichte der Zeit (3 Kommentare)
- Tiere als Köder für eine Firma? (7 Kommentare)
- kompetent? (2 Kommentare)
- Guerilla Marketing Kongress? (3 Kommentare)