Verhandlungsgebaren in der IT-Branche
Eine Reportage im TV über Autokäufer, Schieber, Exporteure und sonstige Gauner erinnerte mich heute sehr stark an das anscheinend heutzutage in Europa übliche Verhandlungsgebaren:
Zuerst wird ausschweifend erklärt, weshalb man für die orientalische Art von Verhandlungen keinen Sinn hat. Daß man lieber gleich offen und ehrlich sei, um sich und dem Gegenüber Zeit und Nerven zu ersparen. Und außerdem würde man diese Spielchen ja eh nicht leiden können... also viel Blabla, damit man auch auf jeden Fall seine ehrlichen Absichten herausstellen kann. Dies dauert in der Regel mind. 10 Minuten.
Und dann wird ein unter normalen Umständen völlig inakzeptabler Preis genannt, der ohne diese im Vorfeld verbreitete heiße Luft in einen heftigen Lachanfall münden würde...
Das wirklich "Kuriose" dabei ist, daß dies nicht nur zwischen ostafrikanischen und südsibirischen Automafia-Familien stattfindet, sondern auch bzw. gerade in der völlig realen IT-Wirtschaft im Lande von Frau Merkel (die mehr im Ausland als in diesem unseren Lande verweilt, was aber ein anderes Thema ist) und ich schockiert bin, daß es mit der Gruppe der "Was ist Deine letzte Preis?" ungewöhnlich viele (IMHO zu viele) Gemeinsamkeiten gibt.
09.04.2008 · spät nachts · Kopfschüttel
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