Spammer erledigen Anti-Spam-Startup
Blue Security setzt zum Streichen der Adressen seiner Kunden auf das so geannte Opt-Out-Verfahren. Dabei veranlasst der Empfänger einer unerwünschten Werbe-Mail selbst, dass seine Adresse von einer Spam-Liste gestrichen wird, ganz im Gegensatz zum Opt-in-Verfahren, bei dem man sich selbst auf einer Liste eintragen muss. Die dafür entwickelte Software Blue Frog läuft auf den Rechnern der Kunden und liefert dem Unternehmen Rückmeldung über erhaltenen Spam. Dabei verfolgten die israelischen Anti-Spammer einen zweistufigen Ansatz: Zunächst versuchten sie, den Spammer, den Betreiber der beworbenen Website und deren Internetprovider zu kontaktieren, um sie zum Akzeptieren der gesammelten Opt-Out-Listen zu bewegen. Führten die diplomatischen Schritte ins Leere, wurde ein Skript für die Blue-Frog-Software erstellt, das je eingehender Spam-Mail eine Opt-Out-Meldung an die beworbenen Websites verschickte.
[via: heise online]
Das bedeutet doch, daß die Spammer (bzw. deren beworbene Kunden) sehr wohl solche "Reaktionen" bemerken und somit diese Angriffe zur Folge hatten. Die Frage ist halt nur, wie groß und mächtig muß eine Community sein, damit die Spammer dauerhaft mehr damit zu tun haben, die Gegner zu bekämpfen, als "ihrem Kerngeschäft", dem Spamming nachgehen zu können?
Wer Werbemails erstellt oder verschickt,
oder erstellte und verschickte Werbe-Emails weiterverbreitet,
der wird mit Opt-Out-Anfragen nicht unter 1 Mail pro Werbenachricht bestraft!
17.05.2006 · am späten Nachmittag · Dosenfleisch
3 Kommentare
alp schrieb am 19.05.2006 um 17:09 Uhr:
Auf jedenfall wohl größer als die Summe aller Zombie-PCs da draussen.
Pepino schrieb am 19.05.2006 um 23:02 Uhr:
Ein Anti-Spambot-Netzwerk... geheim im Untergrund werkeln und irgendwann erbarmungslos alle beworbenen Webseiten gleichzeitig aufrufen...
alp schrieb am 20.05.2006 um 17:17 Uhr:
Welcome to Onion-Land

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