Spam-Mail-Bestätigungen?

Scheiß Spammer!!! Nur mal so ein bißchen in's Blaue hinein gedacht:

Angenommen, man hat eine Website, auf der mehr oder weniger zufällig generierte Mail-Adressen (z.B. extra erzeugte Mail-Adressen mit der IP-Adresse der Sammel-Programme) ihr Dasein fristen, diese dann von Mail-Adressen-Sammel-Programmen eingefangen und früher oder später dann beworben werden.

Desweiteren gilt ja noch immer die Regel, daß man auf Spam-Mails nie antworten sollte, weil man sonst den Spammern die eigene Mail-Adresse verifiziert und somit noch wertvoller für den Verkauf und die Bewerbung macht.

Aber:
Was wäre denn, wenn man auf die eingehende Werbung mit einer gefakten Mail antworten würde (also nicht an den eh gefälschten Absender, sondern schon an die beworbene URL), die als Absender eine "zufällige" Adresse von anderen beworbenen Domainen trägt?
Dann würde man ja den Spammern bzw. den beworbenen URLs eine andere beworbene URL bzw. eine Mail-Adresse derselben als gültig und wertvoll bestätigen und die Jungs würden sich wenigstens gegenseitig zumüllen.

Oder gibt es da irgendwo einen ganz groben Denkfehler?

 Nachtrag:
Möglicherweise bin ich momentan nicht so arg gut im schriftlichen verfassen meiner Gedanken. Wäre durchaus denkbar. Deshalb möchte ich hier die Idee nochmals neu erklären:

1. es geht eine Spam-Mail von einem gefakten Absender ein, in der die folgende Website beworben wird: http://www.supertoller-artikel.de

2. es existiert z.B. eine 2. Spam-Mail, die folgende URL bewirbt: http://www.viagra-ist-toll.de

3. nun könnte man selbst eine gefakte Mail (siehe folgende Daten) mit der Bitte um Entfernung aus der Liste verschicken:

1. Mail an:

From: webmaster@supertoller-artikel.de
To: : webmaster@viagra-ist-toll.de
Subject: unsubscribe
Body: please take me off your list!


2. Mail an:

From: webmaster@viagra-ist-toll.de
To: : webmaster@supertoller-artikel.de
Subject: unsubscribe
Body: please take me off your list!


4. damit könnte man erreichen, daß die Mail-Adressen der beworbenen Seiten selbst in den Spammer-Adress-Listen enthalten wären und sie würden sich gegenseitig bewerben.

5. zusätzlich würde man den Adress-Bestand der Spammer "verwässern" und somit wieder ein Stück nutzloser machen.

Wenn man dies automatisieren würde, könnte das IMHO recht effektiv werden. Was meint die verehrte Leserschaft hierzu?

    16.12.2003 · am frühen Abend · Dosenfleisch


 

13 Kommentare

  1.  Identicon von Joern  Joern schrieb am 16.12.2003 um 19:08 Uhr:

    Ich kann dir nicht ganz folgen, aber Spammer benutzen selbst keine gültigen Email-Adressen und wenn sind sie von Unschuldigen. Daher kann man Spammer nicht spammen.


  2.  Identicon von wahsaga  wahsaga schrieb am 16.12.2003 um 20:44 Uhr:

    > Oder gibt es da irgendwo einen ganz groben Denkfehler?

    m.E. ja.

    die meisten gefake-ten"unsubscribe"-links in den spam-mails, die ich kriege, enthalten eine kryptische zeichenkombination, von der ich annehme, dass in dieser die empfänger-mailadresse, an die die spam-mail ging, kodiert oder irgendwie referenziert (datenbank-ID o.ä.) enthalten ist, um eben dein vorhaben scheitern zu lassen.

    leider sind die meisten spammer nicht ganz so doof, wie wir sie gerne hätten


  3.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 17.12.2003 um 09:58 Uhr:

    Daß eigentlich alle Spam-Mails gefälschte Absender haben ist mir so was von klar. Schließlich beschäftige ich mich schon lange genug mit diesem Thema. Die Idee war ja auch nicht auf die gefakten Absender oder die in manchen Mails enthaltenen Unsubscribe-Links oder -Adressen gemünzt.

    Deshalb: siehe Nachtrag!


  4.  Identicon von kiesow  kiesow schrieb am 17.12.2003 um 12:05 Uhr:

    deinem vorschlag liegt aber zwei thesen zugrunde:
    a) spammer und webseitenbetreiber sind identisch
    b) spammer ruft seine e-mails ab

    IMO musstest du sicherstellen, das du eine valide mailadresse vom spammer bekommst. webmaster dürfte dafür wahrscheinlich bei nem spammer nicht geeignet sein. und ich wage zu behaupten, das ein spammer keinen catch-all benutzt und abruft.

    und gerade these a halte ich nicht für immer gegeben. ich hab neulich bei mir deutschen referer-spam gehabt und weil die url recht unverfänglich klang, bin ich der url mal gefolgt. und siehe da, es war eine ganz normale webseite von nem mutter-kind-verein. hab denen dann eine mail geschrieben und sie gefragt, ob sie den referer-spam wirklich notwendig haben. die waren ziemlich baff, haben sich tausend mal entschuldigt. und was war? die haben sich von so einem "wir verbessern ihre google-position"-heini über den tisch ziehen lassen. ist natürlich eine andere art, aber ich glaube das ist kein einzelfall.

    die sache, die man übrigens unbedingt prüfen sollte, ob man sich durch absender-fälschen nicht strafbar macht. du kannst natürlich auch fünf anonyme remailer vorschalten und dadurch so weit wie möglich alles aus der mail rausfiltern, was rückschlüsse auf dich erlaubt, aber es kann auch mal schiefgehen.


  5.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 17.12.2003 um 12:23 Uhr:

    Nein. Weshalb muß Spammer und Webseiten-Betreiber identisch sein?
    Wenn ich eine Spam-Mail bekomme, in der eine bestimmte Webseite beworben wird, dann ist diese Webseite IMHO verantwortlich für diesen Spam.
    Wer die Mails rausgejagt hat, ist mir dabei relativ schnurzpiepegalowurscht!

    Demzufolge dürfte man mit "webmaster@beworbene-webseite.de" nicht so arg falsch liegen.

    Und bzgl. "Absender fälschen" und strafbar machen: wenn ich mich damit strafbar mache, dann die Spammer erst recht.
    Auge um Auge, Zahn um Zahn!


  6.  Identicon von kiesow  kiesow schrieb am 17.12.2003 um 14:37 Uhr:

    nur sitzt du in deutschland, während der spammer als juristische person auf irgendeiner insel hockt...


  7.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 17.12.2003 um 14:45 Uhr:

    hmmm, dann sollte man herausfinden, ob man Mail-Absender in D ändern darf. Natürlich vorausgesetzt, soweit bin ich mit meiner Denke nicht völlig daneben...


  8.  Identicon von Thiemo  Thiemo schrieb am 17.12.2003 um 15:30 Uhr:

    Grundsätzlich funktioniert die Idee. Der Mutter-Kind-Verein beispielsweise ist absolut verantwortlich für den Spam. Er hat den Auftrag gegeben und den Spammer bezahlt. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

    Genau dort sollten längerfristige Anti-Spam-Kampagnen ansetzen: Bei den Auftraggebern. Zeigt den Firmen, die Spam finanzieren, dass sie genau das Gegenteil von dem erreichen, was der Spammer ihnen versprochen hat.


  9.  Identicon von kiesow  kiesow schrieb am 17.12.2003 um 15:33 Uhr:

    ich finde einen anderen ansatz viel praktischer. wobei ich nicht weiss, wo ich den gelesen habe.
    jedenfalls geht es darum, das man die beworbenen url's unbedingt anklicken soll, allerdings bereinigt von den codes zur adressen-verifizierung. das generiert dann nämlich traffic. ruft man die url nicht nur einmal, sondern drei, vier, fünf mal auf. wenn das alle leute machen, die die spam-mail bekommen, wird dadurch leider, leider eine art DDoS erzeugt. und der traffic muss auch irgendwie bezahlt werden...


  10.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 17.12.2003 um 15:40 Uhr:

    @kiesow: ja, damit würde ich die beworbene URL bzw. dessen Server evtl. (was ja noch nichtmal sicher ist) in Schwierigkeiten bringen.

    Der Ansatz hier ist aber ein anderer:

    a) es sollen die Spam-Auftraggeber ebenfalls auf die Problematik aufmerksam gemacht werden

    b) die Datenbestände der Spammer-Listen werden mit sich selbst "vergiftet" & somit (mit der Zeit) wertloser


  11.  Identicon von schlind  schlind schrieb am 17.12.2003 um 15:54 Uhr:

    Spam issn hartes Brot... man kann den Werbenden ihre CDs vors Tor werfen, unverlangte Sendungen mit der Post unfrei zurücksenden oder den Müll einfach ignorieren, was meiner Meinung nach der entspannendste Weg ist. Jede Gegenwehr produziert beim Spammer wahrscheinlich nur Innovationen, seine Botschaften noch geschickter und penetranter unters Volk zu bringen. Bei Email kommt das wohl ziemlich ähnlich... nicht abzusehen, ob Gegenwehr hier der Mühe lohnt...


  12.  Identicon von Joachim  Joachim schrieb am 23.07.2007 um 07:24 Uhr:

    ich bekomme ständig spams mit meiner eigenen email-adresse. was kann ich dagegen tun?


  13.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 23.07.2007 um 08:24 Uhr:

    @Joachim: Du meinst Mail-Rückläufer mit Deiner adresse als Absender?

    Ein Fall für: CleanPOP



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