Selbstdarstellung ungünstig
Meiner Meinung nach gibt es erheblich bessere Motivations-Formulierungen als:
"Senden Sie mir Ihren Lebenslauf mit Projektliste im WORD Format als EIN FORTLAUFENDES DOKUMENT (maximal 1 MB) und rufen Sie mich unter "abc xyz" an, um mehr über diese Information zu erfahren."
Und Word-Format in einer Jobausschreibung, in der es IMHO hauptsächlich um einen IT-Job im Unix/Linux-Umfeld geht, kommt ja auch immer recht gut an, finde ich.
Manchmal kann man sich eine Bewerbung wirklich sparen... schade eigentlich, der Job klang ganz gut!
30.06.2009 · am späten Nachmittag · Kopfschüttel
5 Kommentare
Ulf II schrieb am 30.06.2009 um 18:20 Uhr:
In der Tat. Mir ist auch schon aufgefallen, dass die Kopfjäger immer dreister in ihren Formulierungen und Anforderungen werden. Entweder haben die also eine so große Auswahl - Stichwort »Krise, in der wir alles nehmen müssen, was kommt« -, oder aber die Personalbüros stellen selbst wenig qualifizierte Kopfjäger ein, die nach dem Motto agieren: Soll sich doch DER die Mühe machen, den ICH suche!
Auf jeden Fall: Die Zeiten, in denen Wechselwillige umworben wurden, die sind wohl dahin. Und ich werde den Verdacht nicht los, dass das etwas mit Fatzebuch und Xing zu tun hat.
Pepino schrieb am 30.06.2009 um 23:36 Uhr:
Berufliche, d.h. fachliche Anforderungen können ja notfalls hoch sein. Da hätte ich nichts dagegen.
Was ich jedoch bedenklich finde, das ist die Erwartungshaltung, die man an den Bewerber hat: schicke in diesem oder jenen Format, möglichst nur Dienstags, wenn der Mond im 3. Quadranten des Merkur steht und dann rufe mich genau 1,7h später an und frage die Fragen, die der Kopfjäger vorbereitet hat.
Man erwartet doch einen guten und loyalen Bewerber, der Anstand hat, sich zu benehmen weiß und der fachlich gut bzw. genau auf die ausgeschriebene Stelle passt. Weshalb zeigt man sich dann selbst als Arbeitgeber oder Vermittler nicht von seiner besten Seite? Will man keinen guten Eindruck hinterlassen?
Word-Format ist in diesem Bereich doch eher albern. Und Großschrift schreit mich als Leser an. Ich fühle mich da abgeschreckt und frage mich, ob so ein Arbeitsverhältnis auf gesunden Beinen stehen würde...
Ulf II schrieb am 01.07.2009 um 00:03 Uhr:
Das wird bestimmt wieder. Spätestens dann, wenn die Pisa-verbesserten Absolventen in den Kopfjägerbüros auftauchen.

Pepino schrieb am 01.07.2009 um 00:05 Uhr:
Dann bin ich in Rente, sofern es diese Einrichtung dann noch gibt...
Ulf II schrieb am 01.07.2009 um 20:48 Uhr:
Keine Angst, die gibt es dann nicht mehr. From the cradle to the grave. Roboti, roboti, bis zum bitteren Ende. Aber möglicherweise mit Unterstützung (wieder) kompetenter Kopfjäger. — Freuen wir uns drauf!
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