Open-Source-Spam
So schlecht finde ich diese Idee gar nicht:
Was würde denn dagegen sprechen, wenn ich die an mich geschickten und von mir als Spam eingestuften Mails (ohne Header, HTML und URLs) in einer eigenen Rubrik veröffentlichen würde?
Vorteil:
Die Suchmaschinen würden mit der Zeit diese Spam-Mail-Inhalte indizieren und somit würden sich die Spammer im Laufe der Zeit ihr eigenes Ranking in den Suchmaschinen kaputt machen.
Nachteil:
Diese Website würde mit der unbeliebten Mail-Gattung "Spam" in Verbindung gebracht werden und evtl. würde ich mir (bzw. das Pepilog) den Zorn und Unmut der Spammer zuziehen.
06.11.2003 · wenn alle Essen · Dosenfleisch
10 Kommentare
kiesow schrieb am 06.11.2003 um 12:47 Uhr:
naja, der spammer könnte seine mail trotzdem wiedererkennen und dann gegen dich angehen, weil du ihn damit als spammer bezeichnet hast.
les dazu mal:
www.heise.de
Pepino schrieb am 06.11.2003 um 13:03 Uhr:
hmmmm, also dürfen die Texte dann weder von mir kommentiert noch mit einer Überschrift versehen werden, die an Spam erinnert?
Was könnte denn geschehen, wenn man Mail-Texte einfach nur veröffentlicht?
Jan schrieb am 06.11.2003 um 13:54 Uhr:
Ich hab da ne Idee bekommen... Meld dich doch mal per Mail Pepino

Ulf H. schrieb am 07.11.2003 um 04:56 Uhr:
Was für ne Idee? *neugier*
Pepino schrieb am 07.11.2003 um 07:38 Uhr:
@Ulf: Im Prinzip sowas, wie ich hier vorgeschlagen habe, nur unabhängig und für alle Weblogger.
Leider ist bisher noch nicht geklärt, wie es mit dem Mail-"Briefgeheimnis" (sofern es dieses bei Mails überhaupt gibt) und mit Markennamen ausschaut?
kiesow schrieb am 07.11.2003 um 10:36 Uhr:
das briefgeheimnis gilt IMO nur während des transportes. was der empfänger eines briefes dann mit dem brief macht, hat IMO nichts mehr mit dem briefgeheimnis zu tun. wenn er lust hat, kann er auf eine webseite klatschen oder kopieren und weiterschicken.
das einzige problem dürften dann urheberrechte sein. aber INAL.
Jan schrieb am 07.11.2003 um 12:37 Uhr:
Das sehe ich ein wenig anders... dann könnte ich ja ohne Nachfrage jegliche Korrespondenz mit Ebay oder einer anderen Firma veröffentlichen. Bis jetzt dachte ich aber immer ich müsse da nachfragen.
Kennt niemand einen Juristen der sich diesbezüglich auskennt?
Thiemo schrieb am 07.11.2003 um 14:30 Uhr:
Der Schaden für dich selbst (du verseuchst deine eigene Webseite) sowie der unbeabsichtigte Nutzen für die Spammer (du machst Werbung für sie) dürfte deutlich schwerwiegender sein als jede ohnehin kaum messbare Beeinflussung irgendwelcher absurden Rankings. Ich wiederhole mich: Spammer sind nicht daran interessiert, bei der Suche nach "Viagra" gefunden zu werden. Sie wollen bei "Medizin" ganz oben stehen. Und daran ändert das Publizieren von Spamtexten nichts.
Überlass das lieber den Spam-Bloggs. Die kannst du füttern, wenn's dir Spaß macht.

Pepino schrieb am 07.11.2003 um 14:56 Uhr:
Und wenn ich/wir gerade so ein Spam-Blog machen wollen? ... ohne beworbene URLs, beworbene Mail-Adressen...
kiesow schrieb am 07.11.2003 um 22:08 Uhr:
also wenn man im usenet mal nach "briefgeheimnis veröffentlichen" sucht, dann wird meine aussage bestätigt.
das briefgeheimnis gilt nur während der beförderung, sobald der brief (die email) beim empfänger angekommen ist, kann der damit machen, wozu er lust hat.
das einzige was man nicht machen darf, sind die persönlichkeits- und urheberrechte (so welche gegeben sind) verletzen.
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