(Nicht) nur EIN Grund, weshalb ich Chrome nicht ausprobiere
Weshalb soll ich etwas ausprobieren, daß ich eh nicht nutzen oder gar auf meinem Rechner haben werde? - Ich denke, daß dürfte schon Grund genug sein.
Eine Firma stellt kostenlose Emailadressen und Serverplatz für die Emails der Menschheit zur Verfügung. Ich vermute, völlig uneigennützig.
Die gleiche Firma, die Menschen eine bestimmte Auswahl an Daten liefert, stellt irgendwann ein Auswertesystem zur Verfügung (Google Analytics), mit dem die Webseitenbetreiber ihre Zugriffe auswerten können. Natürlich völlig uneigennützig!
Nun stellt die gleiche Firma einen Browser zur Verfügung, mit dem die "Surfer" (also die Endbenutzer) die Suchmaschinen abfragen und obige bereits überwachten Webseiten absurfen. Natürlich ebenso uneigennützig.
Was gibt es als nächstes? Ein Google-Pissior, damit Google auch über meinen Urin bescheid weiß?
08.09.2008 · spät nachts · Webzeug
6 Kommentare
Boris schrieb am 08.09.2008 um 08:59 Uhr:
Vielleicht ja. Sicherer aber werden sie bald die paar Autos mit Kameras, mit denen sie heute herumfahren, um Fotos für Maps zu machen, ersetzen durch ein flächendeckendes Netz fest installierter Kameras, die dann auch die Polizei zur ständigen Bürgerobservierung mitnutzen darf.
Man muss sich untereinander vielleicht nur noch einigen über die Kostenaspekte einer solchen Private-Public-Partnerschaft.
kiesow schrieb am 08.09.2008 um 09:54 Uhr:
beim chrome würde ich sogar tatsächlich daran glauben, das kein datensammeln-hintergrund besteht.
was derzeit an daten übertragen wird, ist absolut harmlos und unterscheidet sich IMO nicht vom firefox.
chrome muss sogar ein saubermann-image verpasst bekommen, weil er nur so eine große verbreitung finden kann. und letztlich braucht google eine große verbreitung des chrome, weil er sicherlich DIE plattform für die neuen google-applikations werden soll.
Matthias schrieb am 11.09.2008 um 23:57 Uhr:
Kiesow hat eigentlich Recht... trotzdem beschleicht mich bei dem Gedanken den diesen Browser ein komisches Gefühl.
Also ich möchte mich nicht andauernd mit möglichen Risiken beschäftigen müssen (weder privat, noch beruflich), ob dieser Browser nicht doch mein Surfverhalten analysiert und diese Daten gespeichert werden, etc. ...
Das Ding kommt mir definitiv nicht auf die Kiste!

banane schrieb am 12.09.2008 um 01:02 Uhr:
naja, als ISP triit google ja auch schon auf:
www.google.com/
demnächst gibts dann noch die google dna datenbank und die google bank.
google micropayment gibts ja auch schon, nennt sich Google Checkout.
dann demnächst noch mobiltelefone, bzw das betriebssystem dazu (Android).
Ist natürlich alles vollkommen selbstlos.

Pepino schrieb am 12.09.2008 um 02:36 Uhr:
@Boris: die wollen die Weltherrschaft. Glaubst Du, da geht's um so Kleinigkeiten wie ob Dr. Schäuble genügend Kohle für eine Überwachung rausrückt?
@Kiesow: Selbst wenn Chrome nichts ausspionieren würde (was ich nicht glaube), würde ich dennoch nicht diese M$-ähnlichen Methoden der Marktverarschung mitmachen. Zumindest nicht freiwillig.
@Matthias: So sieht's aus. Aber als Linux-User hat man wohl länger Ruhe
@banane: siehste, so weit bin ich mit meiner Urin-Überwachung nicht entfernt


val d'anniviers schrieb am 22.02.2009 um 00:34 Uhr:
Mir geht es GENAU wie dir. Alle haben ganz begeistert von Chr*me berichtet, und meinten, man MUSS es ausprobieren... Mittlerweile hat sich die Begeisterung gelegt und ich weiß, warum ich diesem Browser erst gar keine Chance gegeben habe. Die Details können sich viele selber denken.
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