Jailware
Ich finde die Idee, aus einem Gefängnis gefertigte Kleidung (also Jailware) zu kaufen, garnicht so schlecht.
Was mich dabei nur interessieren würde, an wen wohl die Gewinne gehen?
Wird hierbei die Werbe-Agentur, der Staat, der Gefängnis-Direktor (und wer da in Berlin Tegel sonst noch seine Finger mit im Spiel haben könnte) oder der gemeine Näher reich und wohlhabend?
30.07.2003 · am späten Nachmittag · Sonstiges
2 Kommentare
Nico schrieb am 30.07.2003 um 19:59 Uhr:
Das Geld kommt den Gemeinschaftseinrichtungen des Knastes (z.B. der Bibliothek) zu Gute, die Gefangenen bekommen für ihre Arbeit den "normalen" Knastlohn, von dem sie widerum nur einen sehr kleinen Teil ausgezahlt bekommen, der Rest wird "zwangsgespart" bis zum Ende der Haftzeit. So wird das übrigens bei allen Arbeiten im Knast gehandhabt.
Quelle: ARD Mittagsmagazin

illicity schrieb am 28.11.2003 um 22:29 Uhr:
nicht nur lustig, sondern zur ab wechslung mal eine wirklich gute idee. dass der "knastarbeitslohn" nicht den tarifen (bei schneidern an sich ja auch ein hohn) ist bedauerlich, aber wohl in naher zukunft nicht zu ändern.
statt täglicher langeweile giibt es aber doch wohl ein angebot zu sinnvoller beschäftigung, die draussen "honoriert "wird. das ist doch schon mal was. und auch was anderes als pappkartons falten oder kalender zusammentackern.
und wenn es hip wird: für mich okay!
10 mal okayer als labels, die in usa in privatisierten gefängnissen moderne sklaverei etablieren (victorias secret und nike meines wissens auch)
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