"Du Schwuchtel" als Ausdruck der sexuellen Selbstfindung?
Ich weiß nicht, wer er ist, was er will oder was die netten Kommentare bezwecken sollen, aber immerhin weiß ich nun, wie es zu seiner Wortwahl zu kommen scheint:
Heranwachsenden Männern dient der Begriff in abgrenzender Funktion ihrer geschlechtlichen Identitätsbildung:
"Wenn Schüler heute Schimpfausdrücke wie 'du Schwuchtel' verwenden, beabsichtigen sie damit, ihre eigene Männlichkeit von alternativen Männlichkeitskonzepten abzugrenzen. Mit der Verwendung des Begriffs Schwuchtel zum Beispiel wird zumeist eine Männlichkeit abgewertet, die sich durch eine vermeintliche Effeminisierung auszeichnet, bei der also die Grenzen zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit als nicht hinreichend scharf wahrgenommen werden. Unklare Trennungslinien zwischen den Geschlechtern werden als Störung der Geschlechterordnung aufgefasst und verstören viele bei der Konstruktion ihrer eigenen Geschlechtsidentität".
(Quelle: Wikipedia)
Wenn ich diesen Text also richtig verstehe, ist sich ein Nutzer des Begriffes "Du Schwuchtel" selbst noch nicht im Klaren, in welche Richtung er sexuell tendiert. Er wäre sexuell also noch, sagen wir mal salopp, unentschlossen und möchte sich deshalb durch die Nutzung des Wortes "Schwuchtel" von dieser Gruppe von Menschen abgetrennen, obwohl er noch nicht weiß, ob er selbst dazugehört.
Na dann...
28.01.2009 · spät nachts · Kopfschüttel
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