Das Knoblauch-Phänomen
Ich weiß ja nicht, ob das nur mir so ergeht, aber die Sache mit dem Knoblauch ist schon einigermaßen seltsam. Entweder man hat 1. keinen zu Hause (was leider recht häufig vorkommt) oder 2. man hat ihn in der heimischen Küche, aber der kümmerliche Rest, der vom letzten Kochwahn noch übrig geblieben ist, ist inzwischen verschrumpelt und vertrocknet, was im Endeffekt doch wieder zu Punkt 1 führt.
Egal wie viel man von dem kostbaren Duft- und Geschmacksspender auch einkauft. Sobald man es ein zweites Mal benötigt, ist der Vorrat im besten Fall staubtrocken und somit wieder mehr als bereit für den heimischen Restmüll-Behälter.
Aber was soll/kann man tun? Kleinere Mengen einkaufen? Falls ja, welches ist die nächstkleinere Einheit von 1 Knoblauch-Knolle? 1 Zehe kann man ja wohl nirgendwo erwerben, oder doch? Man könnte natürlich auch die Verzehr-Menge erhöhen, was mir persönlich jetzt nicht so sehr unangenehm wäre. Allerdings musste ich schon feststellen, das die nähere Umwelt nicht immer die gleiche Art von Toleranz besitzt wie ich. Und manchmal muß man dem Gegenüber ja auch etwas näher als 5 Meter Radius kommen, ohne daß dieser sofort die Sekretärin um eine Wäscheklammer bittet.
Knoblauch scheint einfach immer entweder zu wenig da zu sein, oder es war bereits zu viel. Irgendwas dazwischen scheint nicht zu existieren. Quasi ein schwarzes Knoblauch-Loch. Lediglich zwei Zustände. Also fast wie ein Computer. 0 oder 1. Knoblauch existiert nur binär. Bei seiner Benutzung/Anwendung ist es eine klare 1, aber unmittelbar danach verwandelt er sich in eine unwiderrufliche 0. Ein biologisches Schaltwerk.
Und sowas ausgerechnet in meiner Küche... tzztzz...
09.04.2005 · nachmittags · Grübel
3 Kommentare

unterwegs schrieb am 09.04.2005 um 18:59 Uhr:
Zu frischem Knoblauch gibt's naürlich keine echte Alternative, aber besser als gar keinen Knoblauch zu Hause zu haben, ist eingelegte Knoblauchzehen oder trockenen Knoblauch zu kaufen.
Aber bitte auf gar keinen Fall in die Knoblauchspaghetti oder in die Knoblauchsuppe tun! Da muss es schon das Original sein!

Iris schrieb am 12.04.2005 um 08:31 Uhr:
Kleiner Trick aus dem Hause pastalog: gekaufte Menge Knoblauch (z. B. eine ganze Knolle) fein hacken, in ein Glas mit Schraubverschluss füllen und das ganze mit gutem Olivenöl auffüllen, bis der Knoblauch bedeckt ist. Ab in den Kühlschrank, hält dort ewig. (Aber Achtung: Glas gut zudrehen, damit nicht alles im Kühlschrank ein Knoblaucharoma bekommt.) Macht einmal ein bisschen Arbeit, aber dafür ist dann auch jederzeit Knoblauch griffbereit da.
Pepino schrieb am 12.04.2005 um 11:42 Uhr:
Dank professioneller Knoblauch-Schneidemaschine (zum Glück nicht von Tupper) dürfte das kein Problem sein. Danke!
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