Chinesische Medaillen-Mißgunst - Peking (5)
Ich weiß, das klingt evtl. etwas neidisch und mißgünstig, aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich froh, wenn (egal in welcher Sportart und egal welche Disziplin) nicht die Mitglieder des chinesischen Teams gewinnen.
Wenn man hört, daß seit der Vergabe der olympischen Spiele im Jahre 2001 nach China dann ganz plötzlich Sportler für bestimmte Sportarten gesucht wurden, für die es im Lande des Lächelns niemals welche gab (z.B. Doppel-Kanu). Oder wenn man Trainingsschulen mit 3 Jährigen sieht, die bis sie dann real 12 Jahre alt sind (also in olympischer Zeitrechnung 16 Jahre) in alle möglichen und unmöglichen Positionen gedehnt und verrenkt werden, dann kann ich ein gewisses Unbehagen nicht unterdrücken. Ja, ab und an kommt mir da sogar die Galle dabei hoch...
Bisher habe ich mich bestenfalls 2 oder höchstens 3 Mal für chinesische Sportler wirklich freuen können. Beispielsweise im Herren-Badminton, denn dort hatte man wenigstens nicht den Eindruck, man hat es mit konditionierten Volksrobotern zu tun, die um das Leben der Familie oder sich selbst fürchten müssen.
Das mag mißgünstig klingen, ist es aber auch!
18.08.2008 · am frühen Abend · Grübel
4 Kommentare
Johannes schrieb am 18.08.2008 um 21:51 Uhr:
Lustig, dass du gerade Badminton erwähnst. Ich weiß zwar nicht, wer da für China angetreten ist, aber ich weiß, dass unsere deutsche Vertreterin in dieser Sportart eine gebürtige Chinesin ist, die u.a. deshalb für Deutschland antritt, weil sie aufgrund ihrer Körpergröße schon früh aus der chinesischen Sportförderung ausgeschlossen wurde. (Du schreibst ja explizit vom *Herren*-Badminton. Aber ich glaube nicht, dass es sich dort anders verhält als bei den Frauen.)
Biggi schrieb am 20.08.2008 um 00:09 Uhr:
Geht mir ganz genau so.
Pepino schrieb am 20.08.2008 um 15:58 Uhr:
Meine Abneigung zeigte sich gestern erneut, als dieser gefühlslose Chinese im Herren-Reck-Finale gewonnen hat... Olympische Spiele ohne Gefühle kann man wirklich knicken!

Richi schrieb am 20.08.2008 um 20:00 Uhr:
Geht mir ganz genauso. Die chinesischen Athleten wirken alle wie Roboter, unglaublich emotionslos. Sympathieträger sind das nicht gerade.
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