Autobahnraser-Prozeß?

Gestern begann der Prozess gegen den mutmaßlichen Autobahnraser vor dem Amtsgericht Karlsruhe.

Aber das dann Raser-Prozeß? zu nennen finde ich schon saudoof. DER Autobahnraser. Als ob es nur einen einzigen Raser auf bundesdeutschen Autobahnen gäbe und diesen hätte man nun dank der 40 köpfigen Sonderkommission gefasst. Mit Sicherheit ist er das nicht, auch wenn "Turbo-Rolf" unter Kollegen angeblich einen "recht flotten" Fahrstil an den Tag legt.
Könnte man bitte, mal davon abgesehen daß man niemanden zu einem Unfall nötigen darf, den Menschen nicht schon vorher verurteilen und zuerst einmal alle "Beweise" abwarten! Sofern es denn welche gibt? Ich vermute nämlich, daß es davon nicht beliebig viele geben wird. Eigentlich sogar recht wenige.

Aktuell wird viel Wirbel um diesen Fall gemacht... aber denkt hier irgendwer auch an die Versorgung der Hinterbliebenen? Brauchen diese Hilfe? Die junge Frau und ihr Kind waren nämlich sicherlich nicht alleine auf dieser Welt...

    10.02.2004 · beim Frühstück · Kopfschüttel


 

57 Kommentare

  1.  Identicon von Josh  Josh schrieb am 10.02.2004 um 11:10 Uhr:

    Ich behaupte mal, dass es bei solchen medienwirksamen Prozessen weniger darum geht Gerechtigkeit, auch gegenüber den Opfern, walten zu lassen, sondern mehr darum, unabhängig davon ob der Angeklagte schuldig ist oder nicht, eine Art Exempel zu statuieren.
    Nimm einfach mal den "Mannesmann"-Prozess; hier geht es schlicht darum, auch wenn die Typen tatsächlich gewaltig Dreck am Stecken haben, der dummen Öffentlichkeit zu sagen, dass der Staat ja etwas tut. Somit führt man einige medienwirksame Prozesse und die Menschen sind beruhigt und haben ihren Pranger wie im Mittelalter. Das aber tatsächlich damit nur die Spitze des Eisberges gezeigt, verfolgt und der Rest hinter den verschlossen Türen zwischen den Amigos abläuft, wissen die Wenigsten. Aber Hauptsache die Volksseele ist beruhigt ...


  2.  Identicon von stefan  stefan schrieb am 10.02.2004 um 15:30 Uhr:

    Irgendwo muss man auch nicht mit einem Kleinwagen die linke Spur benutzen. Schon gar nicht, wenn man dazu auch noch schreckhaft ist. Also ich mit meinem Polo lasse es generell bleiben, mit 140 andere Leute zu blockieren, das bringt nur unnötig Stress.
    Mal ganz davon abgesehen, dass es unnötig ist mit Lichthupe und unter Einbeziehung des Grünstreifens den Vordermann zu nötigen hat er sie ja genaugenommen nicht von der Strasse gedrängt.


  3.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 10.02.2004 um 15:34 Uhr:

    ja, so kann man es in der Tat sehen... geht mir ja nicht anders... das Problem ist nur, daß es bei der Aktion 2 Tote gab


  4.  Identicon von stefan  stefan schrieb am 10.02.2004 um 17:04 Uhr:

    in dem fall war es wohl eher max. eine nötigung mit unfallfolge als eine fahrlässige tötung wie gern medial verzapft wurde. dieser unfall bedient so ziemlich alle autofahrer-klischees und deshalb stürzen sich die medien drauf wie die aßgeier.


  5.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 10.02.2004 um 17:10 Uhr:

    ich denke auch, daß es si in etwa in diese Richtung gehen wird.


  6.  Identicon von Cord  Cord schrieb am 18.02.2004 um 09:50 Uhr:

    Mann o mann

    das hält man echt nicht aus. Zuerst wird die sogenannte öffentliche Meinung vorgepolt und dann dieses Urteil!
    Wo sind wir hier eigentlich?
    Das sind ja Zustände wie in den USA. Das man auch hierzulande vor Gericht kaum Recht bekommt habe ich ja nun auch schon 2x erlebt aber dieser Prozess ist ja wohl echt die Härte. Hat schonmal jemand überprüft ob die Fahrerin a) eine Führerschein hatte b) Alkohol Drogen im Blut hatte c) Brille hätte tragen müssen und nicht getragen hat usw.

    Ich fahre selber täglich 180km und erlebe die dollsten Idioten und zwar aus beiden Lagern "Rasern" und "Pennern die einem total Blind vor die Karre ziehen", " Typen die mit Sicherheit den Führerschein in Asserbeidschan gemacht haben" (ich habe wirklich nichts gegen Ausländer!) Es gibt mehr Blindfische in dieser Republik auf den Strassen als man glaubt! Unsere Richter gehören scheinbar auch alle dazu


  7.  Identicon von Didi  Didi schrieb am 18.02.2004 um 10:17 Uhr:

    Dem kann ich mich nur anschließen. Sollte der Typ TATSÄCHLICH so daneben gewesen sein, dass er auf den Grünstreifen ausweichen mußte/wollte, dann hat er einen Dachschaden und hat Schuld (auch wenn mir dann immer noch nicht klar ist, warum SIE dann die Kontrolle verliert). Aber wenn die Frau erschrickt, weil einer von hinten kommt und schneller fährt als sie, dann hat sie den Verkehr leider nicht ganz im Blick und auf einer Autobahn nix verloren. Solange man auf vielen Autobahnen noch so schnell fahren darf, wie der Verkehr es zuläßt, müssen eben auch langsamere einplanen, dass es auch Menschen gibt, die das tun - und nicht über die Raser nörgeln. Und wenn er sie nicht berührt hat, dann hat sie eben die Kontrolle verloren und es war ein bedauerlicher und tragischer Unfall.
    Außerdem gäbe es um die Hälfte weniger Drängler, wenn das Rechtsfahrgebot befolgt werden würde....


  8.  Identicon von clive  clive schrieb am 18.02.2004 um 10:54 Uhr:

    ich glaube es nicht!!! da wird jemand nach einem extrem vagen Indizienprozess verurteilt zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung.Es ist sehr zu bedauern, dass bei diesem Unfall 2 Menschen umsleben gekommen sind. Jedoch sollte man auch den Angeklagten bedauern, der einem Medienrummel ausgesetzt war, als wenn er ein Mörder wäre. Dieser gewisse O-Ton den man in vielfachen Printmedíen lesen konnte ist eine grosse Schweinerei. Es ist eine Unverschämtheit wie sehr sich die Medien auf diesen Prozess und den vermeintlichen Täter gestürzt haben. Kann man da als Richterin noch objektiv bleiben? Ich halte dieses Urteil für nicht haltbar und freue mich jetzt schon auf die Revision.
    Wenn man heutzutage auf der Autobahn fährt erlebt man doch schon einige Situationen, wobei man sich fragt was gewisse Personen auf der linken Spur zu suchen haben, die mit 100kmh so manchen ausbremsen obwohl oftmals die rechte Spur frei ist und sie nur aus bequemlichkeit die linke Spur benutzen um nicht den Fahrstreifen wechseln zu müssen, weil sich ein LKW in 5km Entfernung auf der rechten Spur befindet. Nun ja, es gibt aber auch gewisse Idioten die mit ihren aufgemotzten Autos denken, sie haben die linke Spur gepachtet und denken sie können sich alles erlauben. Für mich jedenfalls steht fest, dass man den Testfahrer zu Unrecht verurteilt hat. Es ist schon komisch, dass man für ein Fehlverhalten des Vordermanns gleich für dessen Tod verantwortlicht gemacht wird, obwohl es zu keinerlei Berührungen gekommen ist. Nötigung mit Unfallfolge ist hinzunehmen aber niemals fahrlässige Tötung! Ich dachte bisher, dass wir in einem Rechtsstaat leben und nicht in einem von den Medien regierten Land. IN DUBIO PRO REO


  9.  Identicon von Rainer  Rainer schrieb am 18.02.2004 um 12:27 Uhr:

    Es geht auch anders: Ich befuhr Nachts eine dreispurige Autobahn mit etwa 230 km/h, als plötzlich ein Kleinwagen (so wie sich später ergab, mit 100 km/h) von der mittleren Spur auf die linke zog. Mir blieb nur noch die Leitblanke. Folgen: Mehrfach überschlagen. Urteil für die Fahrerin: eine geringe Geldbuße und zwei Punkte. Hätte ich diesen Unfall nicht überlebt, wie hätte die Verurteilung für die Fahrerin wohl ausgesehen? Ein Zitat der Unfallfahrerin im Prozess: ".... ich habe das heranrasende Fahrzeug wohl gesehen, aber damit gerechnet das der Abstand ausreichend ist. Und wenn nicht, können andere Autofahrer auch Rücksicht nehmen und abbremsen". Aber was soll es, Autofahrer die schnell (wenn auch sicher) fahren, sind doch im Falle eines Unfalles unweigerlich Raser.


  10.  Identicon von Waldi  Waldi schrieb am 18.02.2004 um 12:31 Uhr:

    Ich finde das Urleil schon gerecht, vorausgesetzt der "Raser" war es auch. Allerdings fragt man sich, wie es nun mit den "Testfahrern" weiter gehen soll. Nachdem was ich mitbekommen habe, hat sich Daimler aber auch sehr geziert überhaupt Informationen über die Fahrt, den Fahrer und das Auto bekannt zu geben. Da Testwagen auch meisst noch ohne Abregelungen fahren.
    Hier sollte sich der Gesetzgeber mal überlegen, ob Fahrten mit Testwagen nicht auch mit Fahrtenschreiber und Fahrtenbuch zu dokumentieren sind. Dann kann zumindest so ein Verhalten, das Rasen, auch ohne Unfall kontrolliert werden.


  11.  Identicon von Albundy  Albundy schrieb am 18.02.2004 um 13:33 Uhr:

    Ich frag mich eigentlich, wie man bei Dunkelheit mit über 200 km/h über die Autobahn "rasen" (nur so kann man es nennen). Wer so etwas tut ist in meinen
    Augen ein potentieller Selbstmörder.
    Bei Verkehr auf der Autobahn kann das
    Fernlicht nicht benutzt werden, un man ist somit auf das Abblendlicht angewiesen. Wenn dann ein Hnderniss auf der Bahn auftaucht, erfolgt wohl der
    Einschlag bevor der Fahrer es überhaupt
    nur erfasst hat.
    Im günstigsten Fall geht das ganze dann
    mit einem Blechschaden für den Verursachenden aus, im ungünstigsten
    Fall mit Personenschäden für Unbeteiligte.
    Ich komme jedenfalls lieber ein paar Minuten später zu Hause an als mit dem
    Umweg über ein Krankenhaus.


  12.  Identicon von Rainer  Rainer schrieb am 18.02.2004 um 13:47 Uhr:

    Kleine Anmerkung für Albundy: Eine Fahrt Nachts bedeutet nicht zwangsläufig eine Fart bei Dunkelheit. Es handelt sich um die A555, die teilweise beleuchtet ist.!! Immer schön Vorsichtig mit zu schnellen Äußerungen


  13.  Identicon von Albundy  Albundy schrieb am 18.02.2004 um 17:10 Uhr:

    OK Rainer, dann nenn mir mal nur einen
    vernünftigen Grund Nacht mit über 200
    über die Bahn zu brettern, ich kenne keinen der dieses Risiko rechtfertigen würde.


  14.  Identicon von Rainer  Rainer schrieb am 18.02.2004 um 18:11 Uhr:

    Aber gerne doch lieber albundy. um mich zügig von a nach b zu bewegen. Zudem fahre ich gerne zügig. Und ich denke, das die Sicherheitsreserven meines Fahrzeuges (bremsen, Fahrwerk etc.) höher sind wie bei so manchem "Schrotthaufen" (sorry) der sich auf unseren Straßen befindet. Ein Porsche dürfte auch bei 200 km/h sicherer sein wie ein 15 Jahre alter Fiesta im Geschwindigkeitsbereich von 100 km/h. Das alles ist sicherlich relativ, denn der entschiedene Faktor ist selbstverständlich der Mensch. Aber selbst ein routinierter
    Fahrer, der mit einem modernen und technisch intaktem Fahrzeug schnell unterwegs ist (ohne zu drängeln oder dergleichen) ist im Falle eines Falles doch eh nur ein Raser. Aber zu Deiner Beruhigung; sollte ich Dich einmal auf der linken Spur überholen, mach Dir keine Sorgen, ich werde in einer Schrecksekunde das Lenkrad nicht so schnell verreißen und an Deiner Motorhaube vorbei schleudern Richtung Randstreifen. Denn ich absolviere jährlich ein Fahrsicherheitstraining um in einer Extremsituation richtig zu reagieren


  15.  Identicon von michel  michel schrieb am 18.02.2004 um 19:18 Uhr:

    @ Albundy
    1. wer sagt das es dunkel war? Es dürfte hell genug sein, morgens im Sommer um sechs Uhr, oder?
    2. somit gibt es genug Gründe auf einer freien Autobahn morgens um sechs 200 zu fahren.
    Gruß M.


  16.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 18.02.2004 um 19:33 Uhr:

    Sorry, wenn ich mich einmische, aber: wenn eine Strecke nicht mit einem Tempo-Limit belegt ist, was spricht dann gegen ein hohes Tempo?


  17.  Identicon von Joggy  Joggy schrieb am 18.02.2004 um 20:23 Uhr:

    Hi,
    Geschwindigkeiten über 200 km/h sind wohl für die meisten Leute "ausser Kontrolle". Zu dieser Meinung kann man doch eigentlich nur kommen, weil man immer wieder erschrickt, während man (Frau?) in der Handtasche rumkrustelt und von einem in der Realität lebenden Fahrer mit auf Autobahnen fast schon lächerlichen 200 überholt wird. Ich fahre täglich Autobahn Stgt / Würzburg. Im Normalfall fahre ich auf diversen Streckenabschnitten zwischen 280 u. 330. Da währe die Tuss warscheinlich zum Mars abgebogen
    Fazit: Fahrerin wird in Abwesenheit zu einem Busgeld u. 4 Punkten verurteilt.
    Begründung: Sie fuhr nicht mit der angemessenen Aufmerksamkeit (sonst währe sie niemals erschrocken) und sie hat durch ihre Fehlreaktion nicht nur sich selbst sondern potentiell auch andere Ferkehrsteilnehmer gefährdet.
    Also: Lebenslanger Führerscheinentzug
    Im Überigen beantrage ich Freispruch für Rolf sounds.
    Grund: Es kann nicht angehen, dass in Deutschland schon wieder kompetente Menschen für die Dummheit Anderer bestraft werden da dies sowieso schon viel zu oft passiert.



  18.  Identicon von Rüdiger  Rüdiger schrieb am 18.02.2004 um 21:09 Uhr:

    Wenn ich die Beiträge hier lese bekomme ich das kalte kotzen. Soviel Ignoranz auf einem Haufen habe ich ehrlich gesagt noch nicht erlebt. Geschwindigkeiten über 200 km _sind_ ausser Kontrolle, weil man verdammt nochmal immer mit anderen langsameren, älteren, unerfahreneren Verkehrsteilnehmern und vielleicht auch erfahrenen aber trotzdem Fehler machenden Fahrern rechnen MUSS.

    Aber ich vestehe schon: Ihr seid alle die perfekten Autofahrer, die allein das Recht haben mit "280 u. 330" (Joggy) über die Autobahn zu heizen, wenn dann zufällig mal "die Tuss zum Mars abbiegt" (Joggy) hat sie selber Schuld. Hauptsache ihr könnt weiterhin eure Geschwindigkeiten fahren. Schuld haben ja sowieso immer die anderen.


  19.  Identicon von andy  andy schrieb am 18.02.2004 um 23:27 Uhr:

    Frage an Joggy
    Mit was sind sie da eigentlich auf der Autobahn unterwegs wenn Sie im "Normalfall" mit 280-330 km/h Fahren ?
    Das Wort Normalfall möchte ich an dieser Stelle nicht kommentieren aber ich bin froh wenn ich Ihnen niemals begegnen muss und schon garnicht auf der Autobahn


  20.  Identicon von marc  marc schrieb am 18.02.2004 um 23:28 Uhr:

    also ich selber fahre einen golf oder lupo.. je nachdem...
    kann also gar nicht schneller als 190 fahren... trotzdem gebe ich den flotten autofahrern recht! wenn ich auf der linken spur fahre sollte ich auch aufmerksam in den rückspiegel gucken. das ist halt der nachteil an einer mittleren geschwindigkeit... man muss nach vorn und nach hinten gucken können...
    ich finds ne sauerrei jemanden zu verklagen, der eigentlcih keine schuld hat.. klar ist er dicht aufgefahren.. aber wer macht das nicht.. das mach ja selbst ich.. mit meinem lahmen karren... und ja.. ich hatte auch nen polo damals, mit dem ich nur 140 fahren konnte... und man macht es trotzdem so, damit man den schwung nicht verliert. so viel zum autofahren...
    auch wenn sie sich erschreckt hat... sie hat einfach den falschen reflex gehabt. und das der überhaupt einsetzen musste lag daran, das sie zu 99% nicht in den rückspiegel geschaut hat. da hätte auch ich mit meinen 170 antuckeln können.. wenn ich auf einaml hinter ihr bin.. erschreckt sie dann nicht???
    der fall ist die größte verar** seit langem...
    es ist echt tragisch das 2 menschen ihr leben verloren haben, aber jemanden zu 1,5 jahren haft zu verurteilen..tztz.. dann sollen sie mal aufräumen auf deutschen strassen... oder madame richterin soll mal n tempolimit durchsetzen, damit sie ihre form von rechtssprechung durchsetzen kann (und dann zwar an fakten: überhöhte geschwindigkeit)
    gruß


  21.  Identicon von Kinki  Kinki schrieb am 18.02.2004 um 23:34 Uhr:

    Hallo!
    Ich habe aufmerksam Eure heutigen Posts gelesen, und ich habe eine Meinung zu diesem Urteil, dass in etwa in der Mitte liegt. Vielleicht darf ich auch noch erwähnen, dass ich selbst Jurist bin.

    Also, ich will zwar nicht behaupten, dass ich die Prozessakten gelesen hätte, kenne also nicht die letzten Details.
    Aber unterstellen wir mal, "Turbo-Rolf" sei tatsächlich der Nötiger gewesen. Grundsätzlich ist es eine Nötigung, wenn man auf der Autobahn oder sonstwo einen anderen zur Seite drängelt. Lichthupe, dichtes Auffahren ... der Vorsatz ist kein Problem. Infolge der Nötigung, "adäquat kausal", ist es durch die Nötigung zu dem Unfall der Frau gekommen. Die tödliche Folge war nicht beabsichtigt, daher fahrlässige Tötung.

    Also, Zwischenergebnis: Falls der Angeklagte der Fahrer war, hat er sich der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht. Da gibt's kein Vertun.

    So, nun aber der nächste Schritt, nämlich das Strafmaß. Höchstrafe sind fünf Jahre, was bedeutet, dass für eine "einfache" fahrlässige Tötung (soweit man von sowas sprechen kann) eine Strafe zwischen einem und drei Jahren herauskommen sollte. Was hier, vor allem in den völlig einseitigen Medien, aber viel zu kurz gekommen ist, ist die Frage nach der Mitverursachung durch die Frau. Sie hat offensichtlich gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen. Kennt Ihr diese Autobahn? Drei Spuren und sonntagmorgens tote Hose. Was sucht also ein Kleinwagen auf der linken Spur? Hätte sie absichtlich den Verkehr blockiert, hätte SIE eine Nötigung begangen, so - man muss davon ausgehen, dass sie geträumt hat - war es aber wenigstens eine Ordnungswidrigkeit. Das rechtfertigt natürlich nicht, die Lady von der Straße zu räumen, und ich will auch nicht darauf hinaus. Aber es wirft schon ein erstes bezeichnendes Bild auf die Dame.

    Aber was unbedingt hätte berücksichtigt werden müssen, ist natürlich das ganz erhebliche, sogar weit überwiegende Mitverschulden der Getöteten. Nicht die Tatsache, dass sie auf der linken Spur war, sondern dass sie dermaßen erschrickt, als sie in den Rückspiegel schaut und dort ein anderes Fahrzeug sieht, dass sie das Steuer verreißt und in die Botanik fährt. Diese völlig falsche und überzogene Reaktion hat doch den Unfall in weit größerem Maße mitverursacht als das Drängeln von Rolf.

    Ich weiß, es ist in der nicht-juristischen öffentlichkeit ungehörig, einer getöteten Mutter ein Mitverschulden anzulasten, dieser armen Frau mit ihrem toten Kind und den heulenden (Groß-) Eltern ("Tränendrüsen-Journalismus"). Aber in der Strafzumessung für Rolf muss dieses Mitverschulden, bzw. sein relativ geringes Verschulden, berücksichtigt werden.

    Wenn also eine "normale" fahrlässige Tötung 24 Monate bringt, wären hier allenfalls 3 - 6 Monate angemessen gewesen (und selbstverständlich zur Bewährung angesichts dieses geringen Strafmaßes und seiner Ersttätereigenschaft). Übrigens, die Tatsache, dass ein Angeklagter leugnet, darf grundsätzlich NICHT strafschärfend berücksichtigt werden. Wie man jedoch der Berichterstattung entnehmen konnte, war dies mit ein Argument für die Strafe OHNE Bewährung.

    Nun fragt man sich natürlich, warum die liebe Richterin sich nicht dieselben Gedanken gemacht hat, die jedenfalls für einen Juristen naheliegend sind. Meine These: Sie hat sie sich gemacht! Aber nun stellt Euch mal vor, sie hätte 3 Monate ausgespuckt. Die Presse hätte sie gelyncht und von Skandaljustiz geredet. Und die Staatsanwaltschaft wäre in Berufung gegangen. So ist die Richterin in der Öffentlichkeit fein raus, Volkes Gemüt ist zufrieden gestellt ("dieser böse Raser") und in die Instanz wäre die Sache sowieso gegangen. Was die Richterin gemacht hat, war zwar hart an der Grenze zur Rechtsbeugung, aber letzten Endes war es das intelligenteste, was sie angesichts der aufwiegelnden Presse tun konnte. Jetzt wird nämlich das Berufungsverfahren vergleichsweise unbehelligt durch die Medien über die Bühne gehen können. Und bis zur neuen Verhandlung muss Rolf eh nicht in Haft. Seine Pappe ist er zwar los, aber zumindest dass ist auch für ein Jahr oder so gerechtfertigt.

    Also, meine These: Das Urteil war wirklich "im Namen des Volkes" im wörtlichsten Sinne, und Recht gesprochen wird dann in zweiter Instanz.

    So, und jetzt werde ich wahrscheinlich von beiden Lagern zerrissen werden!


  22.  Identicon von andy  andy schrieb am 18.02.2004 um 23:38 Uhr:

    Ergänzung zu meiner Frage an Joggy,

    alleine die Wahl Ihrer Worte über einen tödlich verunglückten Mensche (Da währe die "Tuss" warscheinlich zum Mars abgebogen) incl. dem ebenfalls tödlich verunglückten Kleinkind von 2 Jahren, zeigt mir dass Sie eher reif sind für Geschwindigkeiten so um die 28,0 - 33,0 km/h.


  23.  Identicon von marc  marc schrieb am 18.02.2004 um 23:48 Uhr:

    danke kinki... mit welchem urteil kann dann gerechnet werden?? in zweiter instanz?
    außerdem würde mich mal interessieren ob das dann die gleiche richterin ist


  24.  Identicon von Rainer  Rainer schrieb am 18.02.2004 um 23:50 Uhr:

    ich kann mich da andy nur anschließen. sich so über einen getöteten menschen zu äußern ist nicht nur menschenverachtend, sondern zeugt auf von einer erheblichen charakterschwäche, die joggy für die teilnahme im straßenverkehr klar disqualifiziert!


  25.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 19.02.2004 um 01:28 Uhr:

    Danke an alle und speziell an Kinki für die IMHO gut erklärenden Worte und auch für die eigene Meinung. Vermutlich hat Kinki recht. Die Richterin hat neben ihrer Unbeherrschtheit und den uncleveren Aussagen evtl. sogar eine zwar nicht korrekte, aber doch zumindest intelligente Lösung gefunden.... ähhh.... Urteil gefällt!


  26.  Identicon von Kinki  Kinki schrieb am 19.02.2004 um 08:42 Uhr:

    Marc: Tja, also ich gehe in der Berufung eigentlich von einer Bewährungsstrafe aus. Ob das nun 3, 6 oder 12 Monate sind, da wage ich schon deshalb keine These, da ich, wie gesagt, die Akten auch nicht kenne. Meiner Erfahrung nach quetschen die Medien im allgemeinen den Sachverhalt für ihre Berichterstattung zusammen. Es wäre also durchaus möglich, dass (juristisch) wichtige Details überhaupt nicht bekannt sind. Aber klar ist wohl: 1. Rolf war sehr schnell unterwegs, 2. es gab keine Berührung, 3. die Getötete hat total überreagiert, 4. Rolf ist nicht vorbestraft (sonst wäre DAS wohl in der Presse erwähnt worden).

    Übrigens, an alle flotten Fahrer hier im Forum: Wir haben auf unseren BABs zwar kein generelles Tempolimit, aber eine Richtgeschwindigkeit von 130. Das heißt einerseits, dass es keine Ordnungswidrigkeit oder Straftat ist, schneller zu fahren. Andererseits kann eine höhere Geschwindigkeit aber im Falle eines Unfalls zivilrechtlich eine Mithaftung begründen, auch wenn der "Raser" ansonsten an einem Unfall unschuldig ist (z. B. Spurwechsel auf die Überholspur bei 120 und von hinten kommt einer mit 180 angeflogen. Den Auffahrenden trifft dann eine relativ hohe Betriebsgefahr, die zu einer Mithaftung zwischen 20 und 50 % führt). Also, flott fahren ist ja schön und gut, aber "freie Fahrt für freie Bürger" gilt dann nicht mehr, wenn's kracht!

    Das jetzige Urteil ist vom Amtsgericht (Schöffengericht) gefällt worden. Dagegen ist Berufung zum Landgericht (theoretisch auch sog. Sprungrevision zum Oberlandesgericht) zulässig. Im Berufungsverfahren wird dann ein Richter am Landgericht zusammen mit zwei Schöffen den Fall nochmal aufrollen. Auch die ganze Beweisaufnahme wird nochmal durchgeführt. Die Amtsrichterin hat mit dem Verfahren dann nix mehr zu tun.

    Das ist es auch, was ich meinte: Die Richterin konnte sich sicher sein, dass der Prozess ohnehin in die Berufung geht, deshalb war es praktisch "egal", wie sie entscheidet. Es wird ohnehin alles nochmal durchgekaut. Mit diesem harten Urteil ist das Volk bzw. sind die Medien zufrieden und die Richterin ist in deren Augen fein raus.

    Und noch ein Schlusswort an die "Schleicher", tschuldigung: die vorsichtigen Fahrer, die das lesen: Ich selbst bin auch ein eher flotter Fahrer, aber ab 160 hat meine Karre einen ordentlichen Durst und bei gut 180 ist eh Schluss. Das bedeutet, dass ich viel überhole aber auch von Sportwagen und Straßenkreuzern überholt werde. Ich kenne also beide Situationen. Liebe Schleicher: wenn Ihr einen Laster oder etwas anderes langsames überholt, bin ich der letzte, der Euch dafür von hinten anblinken würde. Nur dann überholt zügig (ist Vorschrift) und liefert Euch keine Wettrennen mit 111 gegen 110 km/h. Und haltet Euch nach dem Überholen wieder ans Rechtsfahrgebot.
    Wenn Ihr aus Unachtsamkeit die linke Spur blockiert, ist es eine Ordnungswidrigkeit, wenn Ihr Euch (vorsätzlich) als Verkehrserzieher aufspielen und Schnellere einbremsen wollt, ist es NÖTIGUNG. Lasst die Raser rasen, keiner zwingt Euch mitzumachen.


  27.  Identicon von Kinki  Kinki schrieb am 19.02.2004 um 09:05 Uhr:

    Mir ist nochwas aufgefallen, was anscheinend nicht ganz klar ist: Ich habe den Eindruck, dass manche von Euch Straf- und Zivilrecht durcheinanderwürfeln.

    Im Strafverfahren, was das jetzt war, wird ausschließlich der Sanktionsanspruch des Staates verfolgt, unabhängig davon, dass die Eltern der Getöteten Nebenkläger waren. Es ging bzw. geht hier also nicht um Schadensersatz, Schmerzensgeld etc.

    Das ist dem Zivilverfahren vorbehalten. Also, was kommt hier auf Rolf noch zu? Vorweg dürfte seine Haftpflichtversicherung wohl bei ihm Regress nehmen, soweit sie an die Geschädigten bzw. deren Erben geleistet hat, denn eine VORSÄTZLICHE Tatbegehung bedeutet, dass sich der Täter nicht hinter seiner Versicherung verstecken kann.

    Und was ist der Schaden? Nun, materiell hätten wir da wohl ein totalbeschädigtes Fahrzeug, möglicherweise auch verbogene Leitplanken u. ä.; für letzteres wird wohl der Bund als Eigentümer der BAB Schadensersatz fordern.

    "Immaterielle" Ansprüche, i.a.W. Schmerzensgeld könnten auch bestehen. Betrachten wir zunächst die Getöteten. Hier wird es leider etwas morbide, denn die haben nur dann Schmerzensgeldansprüche (welche von deren Erben geltend gemacht werden können), wenn sie auch Schmerzen hatten. Wenn sie also infolge des Unfalls noch lange genug gelebt haben, um Schmerzen zu empfinden. Wenn sie - plastisch ausgedrückt - tot waren, bevor sie ahnten, was passiert war, gibt's kein Schmerzensgeld. Gleiches gilt, wenn sie zwar noch einige Zeit gelebt haben, aber z. B. infolge Bewusstlosigkeit keine Schmerzen empfinden konnten.

    Und dann gibt's vielleicht noch die (Groß-) Eltern, die als nahe Angehörige infolge der Todesnachricht schwere seelische Schäden davongetragen haben. Im Einzelfall, und ich betone den EINZELFALL, kann es auch für sowas mal Schmerzensgeld geben. Dass müssten dann, unabhängig von der Beweisbarkeit, in jedem Fall schwere Schäden gewesen sein. Ein Heulkrampf o. ä., den ich ja nachempfinden könnte, reicht dafür jedenfalls nicht aus.

    Und wenn dann die ganzen Ansprüche aufaddiert sind, kommt wieder das erhebliche Mitverschulden der Getöteten zum Tragen. Schmerzensgeld und Schadensersatz fürs kaputte Auto gibt's nämlich nur entsprechend dem Maß des Mitverschuldens. Wenn die Karre also 6.000 EUR wert war und von 2/3 Mitverschulden der Getöteten ausgegangen wird, muss rolf nur 2.000 EUR löhnen.

    Die ganze Schadensersatzgeschichte findet ggfs. vor einem Zivilrichter statt. Wenn die Ansprüche unter 5.000 EUR betragen, ist das Amtsgericht zuständig, über 5.000 EUR das Landgericht.

    Also bitte sauber trennen zwischen strafrechtlicher Verurteilung und zivilrechtlichen Ansprüchen!


  28.  Identicon von Claudia  Claudia schrieb am 19.02.2004 um 11:06 Uhr:

    Ich finde das Urteil viel zu Hart! Das hätte jedem passieren können!
    1. Wenn die Frau das Rechtsfahrgebot nicht kennt, hätte sie garnicht Auto fahren dürfen
    2. Hatte der Kia keinen Rückspiegel!? Man soll auf der Autobahn jede 5 Sek. in den Rückspiegel schauen...hätte sie es gemacht, hätte sie den Mercedesfahrer gesehen und hätte noch auf die rechte Spur fahren können!
    3. Unfallflucht, bestimmt nicht mit Absicht, woher soll der Mercedesfahrer denn wissen, dass die Frau von der Fahrbahn abgekommen ist. Das konnte er ja garnicht mehr sehen, dafür war er zu schnell vorbei!
    4. Man kann ja nicht wissen, das die Frau so schreckhaft ist und deshalb von der Spur abkommt!
    5. Die Kündigung des Mannes wird auch nur gemacht, dass DaimlerChrysler seinen guten Ruf behält! Wenn es keine Presse gäbe hätten wir jetzt einen Arbeitslosen weniger! Sauerei!
    6. Der Mann ist schon genug gestraft, denn er wollte diesen tragischen Unfall bestimmt nicht! Ich finde ein paar monatiges Fahrverbot und vielleicht noch eine Geldstrafe hätte gereicht!
    7. Auch wenn der Unfall sehr schlimm war, die Frau und ihr Baby werden trotzdem nicht mehr lebendig!


  29.  Identicon von Joey  Joey schrieb am 19.02.2004 um 12:24 Uhr:

    @claudia du sprichst mir von der seele
    @alle find ich echt super die diskussionen, da sieht man mal das es noch normale leute gibt die sich ihre eigene meinung bilden und nicht die vorgefertigte meinung der medien, was viel bequemer wäre!!! wenn alle so denken würden wäre vieles besser.


  30.  Identicon von unterwegs  unterwegs schrieb am 19.02.2004 um 12:30 Uhr:

    Zum Thema Mitschuld der Fahrerin wegen unangebrachtem Erschrecken: Mich würde interessieren ob Raser-Rolf laut Zeugenaussagen "nur" von hinten dicht aufgefahren ist und evtl. Lichthupe gegeben hat, oder ob er evtl. zuviel Überschussgeschwindigkeit hatte und fast auf dem linken Grünstreifen überholt hat, wie es die Presse so nett ausdrückt.
    Ich schätze mich selbst eigentlich als einen recht sicheren Autofahrer ein. Aber mal ganz ehrlich, wenn plötzlich (ok, lässt sich durch Rückspiegelschauen einschränken) unerwartet ein Auto links neben mir auf einer nicht vorhandenen Überholspur erscheint, würde ich wahrscheinlich auch das Lenkrad rumreissen. Evtl. auch etwas zu weit.

    @Kinki: vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Bin 100% Deiner Meinung. Ich glaube ich verstehe jetzt auch endlich, was mein Rechts-Dozent immer mit "Gutachterstil" gemeint hat.
    Arbeitest Du als Rechtsanwalt? Falls ich mal einen guten brauche, wie kommt man an Dich ran?


  31.  Identicon von Macintosh  Macintosh schrieb am 19.02.2004 um 12:34 Uhr:

    Der Tot einer jungen Mutter und deren Kleinkind ist äußerst traurig und die Gemütslage der Prozessbeobachter sehr verständlich. Dennoch finde ich, das hier Äpfel mit Birnen verglichen wird. Die Medien haben ihren Teil für eine Vorverurteilung getan. Ich glaube, es ist hier einigen nicht bewusst, das der Tatbestand der Nötigung für Raser (was für ein Begriff für Autofahrer die schnell fahren) und für langsam fahrende Autofahrer (nenne wir sie nun mal Schleicher) gleichermaßen zutreffen kann. Fahre ich schnell dicht auf, ist es ganz klar Nötigung. Überhole ich beispielsweise einen LKW ohne mein Fahrzeug zu beschleunigen (mit 85 km/h an einen 80 km/h fahrenden LKW vorbei) wohlwissend oder besser akzeptierend, den folgenden Verkehr erheblich zu behindern, so empfinde ich diese ebenfalls als Nötigung. Dann dürfen sich manche Autofahrer nicht wundern, wenn dicht aufgefahren wird. Und noch eine Anmerkung; in der Tat sollte man regelmäßig in kurzen Abständen in den Rückspiegel schauen. Eine Schrecksituation ist damit zu verhindern.

    Beste Grüße von einem Autofahrer, der in der Regel um die 150 km/h fährt (aber auch gerne mal schneller, wogegen ja auch nichts spricht!)


  32.  Identicon von Gaudil  Gaudil schrieb am 19.02.2004 um 12:40 Uhr:

    Ich bin zum Teil sehr erschrocken über die Dummheit und Vorurteile einiger Menschen hier. Schaut schön weiter TV und bildet Euch ein sachlicher Urteil. Ihr wart scheinbar bei diesem tragischen Unfall anwesend.

    Wie auch immer, der besagte Unfallfahrer hatte Pech, da er a) Testfahrer ist (war), b) in einem hochmotorisiertem Fahrzeug unterwegs war c) das eine Mutter und ihr Kind zu tode kamen.

    Das alles reicht einem TV-verkümmerten und stumpfsinnigen Volk zur Vorverurteilung.

    Weiterhin viel Spaß bei Exposiv, Stern-TV und dem lesen der Bildzeitung!!


  33.  Identicon von SPIRIT66  SPIRIT66 schrieb am 19.02.2004 um 13:19 Uhr:

    fahre ich mit meinem pkw von köln nach hamburg, fahre ich gerne schnell (wenn es die verkehrssituation erlaubt) um früher an mein ziel zu gelangen. nach aussagen einiger herren hier, ist dies unverantwortlich und das risiko nicht mehr zu kalkulieren. Zitat von rüdiger: geschwindigkeiten über 200 km _sind_ ausser Kontrolle. Rüdiger, wenn ich nun einen flieger nutze, um von köln nach hamburg zu reisen, ist das kontrollierbar? während des startvorganges kann das kleinste vorkommnis in einer katastrophe enden. nicht mehr kontrollierbar!

    technisch intaktes material, wartungen, checks beugen vor. aber vor allen dingen das training der piloten, wie in notfall oder extremsituationen zur verfahren ist, geben uns eine weitestgehende sicherheit. Nun meine frage: was machen die meisten autofahrer um auf evtl. extremsituation vorbereitet zu sein? regelmäßiges fahrsicherheitstrainig? regelmäßiges checken des materials (bremsen, luftdruck in den reifen usw.)?

    wenn ich eine gelegenheitsfahrer/in bin, ins auto steigen und auf die autobahn fahre, empfinde ich diese persohn als bedenklicher wie ein trainierter und routinierter fahrer im der hohe geschwindigkeiten fährt. Langsam auf der linken dritten spur zu fahren, scheinbar den rückspiegel ignoriert zu haben und fatalerweise das lenkrad zu verreißen, sind indizien für eine unzureichende fahrtauglichkeit. leider wird das autofahren als etwas sehr profanes betrachet, kinderleichtes betrachtet...... bis etwas geschieht!

    fazit: mehr bewusstsein über die risiken im straßenverkehr und entsprechende maßnahmen wie fahrsicherheitstrainig, könnten nicht nur so manchen unfall verhindern, sonder auch die nerven vieler tausend autofahre schonen.

    Zu guter letzt noch einen gruß an all die autofahrer, die von sich selber behaupten gut zu fahren, nur weil sie bislang unfallfrei mit 120 km/h über die autobahn reisen. ?auch ich war ein guter pilot, bis zu dem tag an dem ich einen vogelschlag erfuhr und überfordert war ?

    mfg
    spirit


  34.  Identicon von Unbeteiliger Leser  Unbeteiliger Leser schrieb am 19.02.2004 um 13:26 Uhr:

    Kommentar zu Waldi:
    Kleiner Hinweis am Rande: Bei Testfahrten werden Fahrtenbücher geführt.


  35.  Identicon von no name  no name schrieb am 19.02.2004 um 13:35 Uhr:

    TESTFAHRER + DAIMER CHRYSLER + JUNGER FAHRER + AUTO MIT ÜBER 400 PS + MUTTER u. KIND TOT = SCHULDIG!!!

    ROLF HATTE DOCH IN ERSTER INSTANZ KEINE CHANCE!!!


  36.  Identicon von kxz  kxz schrieb am 19.02.2004 um 13:40 Uhr:

    Ein kleine Tip für einige Damen und Herren hier, sich sachlich zu informieren:

    Bild.de
    Expess.de
    Praline.de
    Wochend.de
    Bildderfrau.de

    weiter folgen gerne

    Traurig traurig.........................


  37.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 19.02.2004 um 13:42 Uhr:



  38.  Identicon von Kinki  Kinki schrieb am 19.02.2004 um 14:30 Uhr:

    @unterwegs: Ich habe heute in der Zeitung gefunden, dass Rolf "bis auf 20 Meter" an den Kleinwagen herangefahren ist. OK, das ist selbstverständlich zu nahe (ihr wisst ja: 21 ... 22 ...), aber bitte, das sind 4 - 5 Fahrzeuglängen. Ist also keineswegs so, dass er ihr das Getriebe in den Auspuff gesteckt hat. Wer bei sowas schon dermaßen erschrickt ...

    Andererseits heißt es immer wieder, er sei tatsächlich über den Seitenstreifen gefahren und habe Staub aufgewirbelt. Was stimmt nun? Also, die 20 Meter waren wohl ein Zitat aus der Urteilsbegründung.

    Nochmal @unterwegs: Jo, bin Anwalt, aber ob ich wirklich so gut bin ... ich glaube eher, in manchen Dingen kann ich mich noch dem Einfluss der Medienberichterstattung entziehen und wie ein normaler Mensch denken.

    @spirit66: Du vergleichst hier Autos mit Flugzeugen und Straßen mit dem Luftraum. Der Luftraum ist relativ größer als die Autobahn, und Flugzeuge halten normalerweise 2 oder 3 Meilen Abstand. Du wirst mir zugestehen, dass es auf der Straße enger zugeht. 200 km/h sind vielleicht mal kontrollierbar, aber hast Du ne Ahnung vom Anhalteweg aus 200 km/h? Das sind 400 - 500 Meter. Gut, jetzt kannst Du sagen, dass Flugzeuge 4 - 5 Kilometer brauchen, aber andererseits ist auf Landebahnen im Regelfall auch wenig Verkehr ...!

    Also, 200 km/h und alles was drüber ist, ist schon ziemlich gefährlich. Ich gebe Dir aber auch recht, wenn Du sagst, dass die 120er-Amateur-Schleicher auch gefährlich sind.

    Das ist übrigens auch der Grund, weshalb Frauen in Unfallstatistiken besser abschneiden als Männer (soll jetzt nicht sexistisch sein, sondern sind Tatsachen): Frauen sind nicht so gut für den Straßenverkehr "programmiert" wie Männer, z. B. 3D-Vorstellungsvermögen, vorausschauendes Fahren, Reaktionszeit etc. Deshalb fahren sie defensiver und langsamer. Dass sich das in der Unfallstatistik auswirkt, ist logisch. Wenn man dann noch bedenkt, dass sich so mancher Mann durch einer 70km-Schleicherin auf der Landstraße zu einem gefährlichen Überholmanöver verleiten lässt ... wenn's rummst, geht dann der Mann in die Statistik ein, nicht die Frau!

    Liebe männlichen Artgenossen: Wenn ihr das nächste Mal von einer Frau am Steuer blockiert werdet, dann schimpft nicht. Nehmt's hin, dass nicht jeder wie eine gesengte Sau fährt. Und vor allem zeigt der Dame nicht den Mittelfinger! Sie schaut doch eh nicht in den Rückspiegel ...

    PS: Das zuletzt war ein Joke!



  39.  Identicon von spiritt  spiritt schrieb am 19.02.2004 um 15:12 Uhr:

    Lieber Kinki, der Vergleich sollte zeigen, nur wer trainiert ist kann in Extemsituationen bestmöglich reagieren. Es geht nicht um den Vergleich Auto / Flugzeug. Wir nehmen das Risiko einfach nicht ernst.

    Grüße
    spirit


  40.  Identicon von Kinki  Kinki schrieb am 19.02.2004 um 16:37 Uhr:

    @spirit: Das kannst Du auch unter Trainings- und Wartungsgesichtspunkten nicht vergleichen. Schlicht aus dem Grund, weil eine einer Pilotenausbildung vergleichbare Fahrausbildung für niemanden bezahlbar wäre. Gleiches gilt für die Wartung und Wartungsintervalle der Flugzeuge. Ein Führerschein kostet 2-3000 EUR, eine Pilotenausbildung 50-100.000 EUR, von den Folgekosten ganz zu schweigen.

    Du kannst, gerade auf unseren verstopften Straßen, nicht jedes beliebige Tempo fahren mit dem Argument, es ist nur eine Frage des Trainings. Es gibt biomechanische (Schrecksekunde) und physikalische (Bodenhaftung) Grenzen. Du kannst natürlich neue Sicherheitssysteme wie Autopiloten, Schleudersitze und Bremsfallschirme in unsere Autos einbauen. Solange die aber noch nicht Serie sind, sind gewisse Geschwindigkeiten einfach unverantwortlich. Die Grenze ziehe ich jetzt nicht unbedingt fix bei 200 km/h. Aber es ist arrogant zu behaupten, dass jedes Tempo noch zu managen sei.

    Vergeßt nicht: Airbag, ABS, Gurtstraffer, versteifte Fahrgastzellen, das sind alles passive Sicherheitssysteme, die nur die Fahrzeuginsassen schützen. Auch mit ABS kommst Du keinen Meter früher zum Stehen. Im Gegenteil, je sicherer die Autos für die Insassen werden, desto gefährlicher werden sie für Dritte.

    Kennst Du die Crashtests zwischen einer S-Klasse und einem Kleinwagen? Der S-Klasse-Fahrer ist prima geschützt, aber vom Kleinwagen bleibt nichts übrig, was nicht in einen Koffer passt.

    Du sagst, wir nehmen das Risiko nicht ernst und schlägst vor, mit Fahrsicherheitstraining und Fahrzeugwartung zu arbeiten. Gegenvorschlag: Wir fahren alle etwas vernünftiger. Wenn Du 200 km mit 200 km/h fährst, brauchst Du eine Stunde. Wenn Du mit 170 fährst, brauchst Du halt 10 Minuten länger. Aber Dein Anhalteweg wird um ein Drittel kürzer. Wer hat's denn wirklich so eilig?


  41.  Identicon von marc  marc schrieb am 19.02.2004 um 16:49 Uhr:

    @kinki.. der joke gefällt mir*lol
    dann bin ich mal auf das urteil gespannt was da dann gefällt wird! vielleicht ists ja mal n richter mit terminstress.. wäre ja gut fürn rolf


  42.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 19.02.2004 um 16:55 Uhr:

    Und ich dachte immer, zumindest zum Schminken wird der Rückspiegel von den Damen benutzt...


  43.  Identicon von MarcoE  MarcoE schrieb am 19.02.2004 um 22:19 Uhr:

    1. Unfallstatistiken berücksichtigen nicht die insgesamt gefahrenen Kilometer. Wenn z.B. 80 % aller in Deutschland gefahrenen Kilometer von Männern absolviert werden ist es kein Wunder, dass die Anzahl der Unfälle mit Verschulden eines Mannes höher als die der Frauen sind. Die Statistik sollte mal um diesen Faktor bereinigt werden.

    2. was macht ein KIA auf der linken Spur mit 80 km/h ?

    3. 20 m aufgefahren - ist ein Viertel Tacho (halber Tacho Gesetz) na und ?

    4. knallhartes Durchsetzen des Rechtsfahrgebotes und das Problem "Raser" ist zu 90 % gelöst. Der verbleibende Rest sind in der Tat Idioten

    5. Definition Raser= jeder der schneller fährt als man selbst

    6. In Tempo 30 Zonen und Spielstrassen kann man vor allem weibliche "Raser" beobachten - wenn die eigene Brut auf dem Rücksitz schön verpackt ist geht es flott am Kindergarten mit lockeren 55 Sachen vorbei

    Freiheit für Rolf !!!


  44.  Identicon von andy  andy schrieb am 19.02.2004 um 23:32 Uhr:

    Hallo MarcoE
    Oje oje was für eine Logik für den Abstand.
    Der Abstand richtet sich nach der Geschwindigkeit des auffahrenden Fahrzeuges und nicht nach der Geschwindigkeit eines voranfahrenden Fahrzeuges.
    Die Berechnung nach Deiner Theorie bedeutet :Geschwindigkeit vorausfahrendes Fahrzeug 25 km/h (Traktor) / auffahrendes Fahzeug 100km/h Abstand nach deiner Berechnung 12,5 Meter.( oder 6,25 m na und)
    Wenn Du nach dieser Aktion noch die Möglichkeit hast im Himmel das Abendblatt zu beziehen wirst du mit Sicherheit einen Bericht über einen fast ungebremsten Auffahrunfall lesen und du wirst angesicht dieses Berichtes noch einmal wenn möglich dass Gesetzesbüchlein durchzulesen ob dir bei der Umsetzung der Abstandsberechnung nicht doch ein leichter Denkfehler unterlaufen ist.


  45.  Identicon von physiker  physiker schrieb am 19.02.2004 um 23:36 Uhr:

    jetzt will ich doch auch meinen senf dazu geben.
    das gerichtsurteil berührt mich schon.

    an diesem fall ist von vorn bis hinten vieles verkehrt.

    die frau
    da fährt eine frau mit ihrem kind in der linken von 3 spuren einer autobahn, die zu dieser zeit wenig befahrenen ist.
    und sie fahrt dazu noch mit relativ niedriger geschwindigkeit.
    sie schaut nicht in den rückspiegel, und wenn sie dann doch schaut sieht sie ein großes auto. sie begreift plötzlich, daß sie auf der vollkommen falschen spur fährt, macht den nächsten fehler, indem sie das steuer verreißt, und verunglückt infolgedessen mit ihrem kind tödlich.

    die schreiberlinge
    sind leider gut zu verstehen. mit irgendetwas muß man das armselige blatt ja füllen. die rinderzucht kann läßt sich nicht noch weiter grundlos ruinieren, also kommt eine blonde junge frau samt kind gerade recht? wäre jemand anders die gleichen schlagzeilen wert? da muß man sich nicht einmal einem arabisch aussehenden ausländer vorstellen.

    der raser
    wenn er mit 200 sachen (=55m pro sekunde) hinter der frau fuhr, dann hätte er die angeblichen 20m abstand in 1/3 sekunden zurückgelegt und wäre durch sie hindurchgefahren,
    also steigt er rechtzeitg in die eisen, und fährt mit schnellstenfalls mit der gleichen geschwindigkeit wie die frau - und nicht mit 200 sachen.
    er ist in diesem augenblick wohl kein raser mehr sondern ein genötigter autofahrer, oder?
    wenn sie sie ihn gesehen hätte als er noch mit 200 (oder schneller) fuhr, dann wäre er noch weit weg und nicht zu dicht aufgefahren. sie hätte alle zeit der welt gehabt die spur zu wechseln. sie ist nicht wegen seiner hohen geschwindigkeit erschrocken, sondern weil er einfach da war und sie nicht da war, wo sie sein sollte.

    wer ist eigentlich ein raser?
    der sein auto bei 100 nicht beherrscht, oder der mit 200 sicher fährt (wie z.b. ein testfahrer)?
    und von auto zu auto gibt es himmelweite unterschiede. ein auto mit 200 ps ist bei 140 weit besser beherrschbar als eines das gerade mal 140 sachen macht, oder?
    die autobauer sind auch keine verbrecher nur weil sie schnelle autos bauen mit denen man unter bestimmten bedingungen z.b. auf entsprechend leeren autobahnen schnell fahren kann.
    darauf beruht ein guter teil unseres heutigen wohlstands.

    die richterin
    die juristische fachwelt war sich einig, daß es nicht bewiesen war, ob es tatsächlich dieser fahrer war, ja nicht einmal ob es wirklich dieses fahrzeug war.

    es widerspricht auch jeder vernunft und erfahrung, daß im nachhinein festgestellt werden kann, wer mit welcher geschwindigkeit und in welcher entfernung gefahren ist.

    der gesetzgeber erlaubt ja nicht einmal den verkehrspolizisten (also verkehrsprofis), geschwindigkeiten und entfernungen zu schätzen - auch nicht unter optimalsten (stationären) bedingungen.

    anderseits werden geschwindigkeits- und abstandsschätzungen von von zufälligen zeugen-autofahrern ernst genommen. und die konnten sich weder auf solche beobachtungen konzentrieren und ware noch dazu selbst in bewegung. man sehe nur welche probleme autofahrer haben mit der einschätzung von geschwindigkeit haben, wenn sie sich aus der beschleunigungsspur in den fließenden verkehr einer autobahn einzufädeln müssen.

    was hat eigentlich die richter-frau für eine berufsethik wenn sie ihr urteil an der feder einiger schreiberlinge ausrichtet?
    aber sie wird ja ob ihrer mob-konformen fehlurteile nicht zur verantwortung gezogen, oder?
    grenzt doch an legalisierter lynchjustiz, oder?
    da kann sie ja gleich die urteilsfindung an die zeitung mit den großen buchstaben weitergeben.

    die autofahrer
    wie soll man sich da in zukunft auf der straße verhalten,wenn man ins gefängnis kommen kann (und dabei auch seine existenz verliert), weil der vordermann falsch reagiert?
    eine schlimme vorstellung!

    ein linksfahrender bummler - und davon gibt es mehr als genug - ist daher nicht zu überholen ohne das gesetz zu übertreten.

    wer kennt nicht die situation, daß sich kilometerlange kolonnen bilden während die rechte fahrspur leer ist. wer fährt wohl an der spitze der kolonne? der raser?
    wenn ich den gesetzlich vorgeschriebenen abstand halte und mit gleicher geschwindigkeit wie der vordermann fahre, wird mich keiner vorbeilassen, es sein denn die rechte fahrspur ist kilometerweit frei.
    wer hält denn in der praxis den vorgeschriebenen abstand? nicht einmal die fahrer in der rechten spur. laßt mich bitte wissen, wie viele es gibt, die den vorgeschriebenen abstand zum vordermann konsequent einhalten. also besteht ist die (fast) gesamte nation aus verbrechern oder die gesetzgebung verfehlt die praxis.

    das gesetz
    ich würde es begrüßen, wenn man wenigstens darüber nachdenken würde, das rechtsfahrverbot auf autobahnen außer kraft zu setzen. das würde in erster linie die langsameren auf der linken (und auch mittleren) spur in die rechte spur bringen, wo sie sein sollten und unsere schönen autobahnen wäre auch besser ausgelastet.

    in der linken spur fühlt man sich doch nur deshalb wohler und sicherer weil man links nicht überholt werden kann und rechts nicht überholt werden darf (auch schleicher lassen sich nur ungern überholen). und es kann auch niemand den weit vorne fahrenden lkw vor einem überholen - koste es was es wolle. gäbe es das rechtsfahrgebot nicht, wäre die rechte spur die sicherste, da kann man nur von der linken, sichereren seite überholt werden.

    ich
    wahrscheinlich habe ich jetzt den zorn aller schulmeister der straße auf mich gezogen. ich versichere jedem, daß ich nie auch nur einen punkt in flensburg und hatte mindestens 25 jahre keinen unfall verursacht habe. ich fahre schnell (also doch raser und rowdy?) und ich verstehe einiges von automobiltechnik.
    ich habe auch eine (natürlich) blonde frau und kinder und es ist unendlich traurig, was mit der dame passiert ist und was die ihr nahestehenden erleiden müssen - aber verschuldet hat sie es selbst.



  46.  Identicon von Marianne Schmidt  Marianne Schmidt schrieb am 22.02.2004 um 21:10 Uhr:

    Schuld an ihrem Unfall ist einzig und allein die Fahrerin des Kleinwagens.
    Rechtsfahrgebot! Mit einem Kleinkind fährt man vorsichtig und defensiv.Kennt sie den Rückspiegel nur vom Hörensagen?Wer "vor Schreck"das Steuer verreißt gehört nicht in den Strassenverkehr,schon gar nicht auf die Autobahn!


  47.  Identicon von Stiller Beobachter  Stiller Beobachter schrieb am 22.02.2004 um 22:36 Uhr:

    An Marianne Schmidt:
    Mit einem Kleinkind fährt man vorsichtig und defensiv. Was ist das denn für ein Unsinn??? Ich hab selbst ein 12 Monate alte Tochter und fahre wie früh. Soll ich wegen ihr jetzt über deutsche Autobahnen schleichen???


  48.  Identicon von Trödler  Trödler schrieb am 26.02.2004 um 14:10 Uhr:

    Also, ums gleich mal vorweg zu nehmen: Ich bin einer von den "Schleichern" auf deutschen Autobahnen. Aber nur weil man betagtes altes Auto halt mal nicht schneller als 130 km/h kann. Beruflich fahr ich mit anderen Fahrzeugen auch mal gern schnell. Die Sache ist für mich aber die: Wenn ich mit meinem alten Karren unterwegs bin, zeigt mir ein einfacher Blick in den Spiegel, daß die linke Spur nix für mich ist. Also warte ich halt. Würde ich gern schnell von a nach b kommen, würde ich nicht dieses Auto fahren. Und sollte ich tatsächlich mal den Drang nach Überholen verspüren, darf ich auch nicht erschrecken, wenn einer auffährt und blinkt.
    Meine Meinung ist: Es sollte schon in der Fahrschule jeder mal dazu gezwungen sein, ein Auto mit über 180 km/h zu bewegen um zu wissen, was es heißt, wenn einer vor einem die Spur wechselt..nur dann ist man nicht mehr davon überrascht...den das ist das wirklich gefährliche!

    Genauso, wie ein "Raser" jederzeit damit rechnen muß, daß einer vor im ausschert, muß ein langsamerer Verkehrsteilnehmer damit rechnen, daß einer halt nun mal schneller fährt und plötzlich auftaucht...gleiches recht für alle!


  49.  Identicon von Flitzer  Flitzer schrieb am 28.02.2004 um 22:23 Uhr:

    Der Unfall wurde ja bei uns direkt nach dem Geschehen durch die Presse gezogen. Ich habe das von Anfang an nicht verstanden. Nach allen in der seriösen Presse bekanntgegebenen Details hat der "Raser" nichts wirklich bestrafenswertes getan. Das Problem war, dass eine überforderte und vielleicht auch noch von dem Säugling abgelenkte Frau auf der Autobahn falsch reagiert hat. Das der daraus resultierende Unfall für diese Frau und den Säugling tötlich ausging ist mehr als tragisch. Aber wer außer ihr trägt daran schuld ?? Wenn ich als Autofahrer derartig erschrecke, wenn ich bei Tempo 80-100 20 m hinter mir ein "großes" Fahrzeug sehe, das ich das Fahrzeug verreiße, sollte ich besser Autoskooter fahren. Diese 20 m sind ja auch nur von nicht geschulten Zeugen ins Gespräch gebracht worden.

    Nur mal zum selber erleben: Stellt Euch mal in einem Parkstreifen ca 20 m vor eine S Klasse und schaut euch diesen Wagen im Rückspiegel an. Bei diesem Abstand könnten noch vier oder fünf Wagen dazwischen parken. Da ist doch nichts erschreckendes, oder. Unter erschreckend stelle ich mir bei Tempo 200 einen BMW X5 mit 2-3 m Abstand vor.

    Gut, jetzt mal zum Urteil. Bitte klärt mich auf, muß hier in der BRD nicht erst ein Fehlverhalten oder Verbrechen bewiesen werden, bevor man jemanden verurteilen darf ??? Gilt hier nicht mehr "im Zweifel für den Angeklagten" ?? Niemand hat irgendetwas gestanden, niemandem ist etwas zweifelsohne zu beweisen, man weiß noch nicht einmal mit welchem Fahrzeug das "Verbrechen" begangen worden sein soll. Das hat mit Justitz nichts mehr zu tun und das Berufungsgericht wird das hoffentlich wieder gerade rücken. Diese Richterin gehört höchstens ins Fehrnsehgericht.


  50.  Identicon von Richtgeschwindigkeit un Ruh is ...  Richtgeschwindigkeit un Ruh is ... schrieb am 18.03.2004 um 14:00 Uhr:

    Was steht dagegen, mit 80 km/h auf der linken Spur Raser zur Weißglut zutreiben ??
    Die stehen doch eh auf Adrenalin !

    1. Mit dem Fehlverhalten anderer ist zu rechnen.
    2. Es GIBT ! ältere Mitmenschen (ehrlich, ich kenn welche ).
    3. Abstand, Abstand, Abstand !
    4. ANSTAND !

    Und alles wird gut.


  51.  Identicon von rollinger  rollinger schrieb am 18.03.2004 um 15:21 Uhr:

    Hamburg-Rostock durchweg 130 und die Unfälle sind weniger.

    Stuttgart - München Durchweg Radarkontrolle und der Verkehr fließt.

    Hoffentlich kommen bald die 130 wie in jedem zivilisierten Land auch um uns herum.
    Dieses Asoziale "Böhse Onkelz und ich fahre nur um Recht zu haben" gemache kotzt mich dermaßen an. Aber das sind die Leute die nie aus ihrem Kaff kommen die leben ihre Komplexe mit dem Gaspedal aus!
    Kuckt euch mal um wie das in anderen Ländern geht!!
    Eine 23 spurige Mautstelle in Italien, Frankreich etc funktioniert völlig ohne Lichtsignale oder Linien und Schilderwald.
    In Deutschland ..unmöglich!
    Da hat man sogar Vorfahrtsschilder im Kreisverkehr!
    Das Problem der Unfälle sind die großen Geschwindigkeitsdifferenzen. Wer in Physik gut aufgepasst hat weiß wie sowas funktioniert.aber wem erzähl ich das hier.
    Den paar Normalen hier danke ich dafür, daß sie verstanden haben das 230 untragbar sind.
    Der Rest sind "Stoßstangen in Wagenfarbenlackierer"


  52.  Identicon von Pepino  Pepino schrieb am 18.03.2004 um 15:26 Uhr:

    > "Stoßstangen in Wagenfarbenlackierer"

    kühl, DER hat was


  53.  Identicon von Parkplatzwächter  Parkplatzwächter schrieb am 19.03.2004 um 08:47 Uhr:

    @Flitzer
    Stimmt, eine parkende S-Klasse hat nichts beängstigendes.

    Es passieren aber auch keine tödlichen Unfälle mit PARKENDEN Autos.

    Das Problem ist der Geschindigkeitsüberschuss in Zusammenhang mit dem Abstand.

    Man kann nämlich auch Angst vor einer "Ente" bekommen, egal ob Sie von hinten angeflogen kommt, oder direkt vor einem rauszieht.

    Obendrein kann man sogar von einer rollenden "Ente" auf dem Parkplatz getötet werden.
    - Komisch, oder ?


  54.  Identicon von Flitzer  Flitzer schrieb am 19.03.2004 um 10:29 Uhr:

    @ Parkplatzwächter:
    Ich finde auch, dass eine 200 km/h schnelle S Klasse 20 m hinter mir nichts beängstigendes hat. Das ist so weit weg, dass da tatsächlich noch Autos einscheren. Ich glaube Dir aufs Wort, dass schon mal jemand von einer rollenden Ente getötet worden ist. Es sterben täglich Menschen, weil sie eine Fischgräte in den Hals bekommen haben, von der Leiter fallen oder aus dem Bett usw. Es kommen mittlerweile doppelt so viele Menschen im Haushalt ums Leben wie im Straßenverkehr. Und ??? Wird jetzt Fischessen verboten, Leiter über 2 Stufen oder wird angurten im Bett Pflicht ????

    @rollinger
    Es gibt nach allen Statistiken in keinem zivilisierten Land der Erde weniger Verkehrstote pro gefahrener Kilometer. Außer vielleicht in Italien oder Griechenland, nach meinem Wissen wird dort nur jemand als Verkehrstoter gezählt, wenn er direkt an der Unfallstelle verstirbt.

    Tatsache ist, dass das "Problem" Raser im Moment das Lieblingskind er Medien ist und dadurch omnipräsent dargestellt wird. Ich war immer schon der Meinung, dass Autofahre, die mit 80 km/h auf der linken Autobahnspur fahren auf der Autobahn nichts verloren haben. Diese Frau hat es mit tragischem Ausgang bewiesen. Aber es ist ja so einfach die Schuld immer bei jemandem anders zu suchen, nur nicht bei einem selber.

    So, nun könnt ihr über mich herfallen


  55.  Identicon von Parkplatzwächter  Parkplatzwächter schrieb am 19.03.2004 um 12:46 Uhr:

    @Flitzer
    Schön daß DU ja bereit bist mal die Schuld bei dir selbst zu suchen.


  56.  Identicon von lichthupe  lichthupe schrieb am 20.03.2004 um 08:44 Uhr:

    ... und ich finde, alle mit einem PC dessen Prozessor nicht mindestens 3 GHZ hat, sollten kein DSL haben dürfen ...
    Die linke Spur auf der Daten-Autobahn muss freibleiben für uns Raser !


  57.  Identicon von Flitzer  Flitzer schrieb am 20.03.2004 um 10:05 Uhr:

    Ach, es gibt auf der Datenautobahn eine linke Spur Kann man die buchen ??



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